Kinderfotos auf Social Media

Ursprünglich veröffentlicht auf Schule und Social Media:

Das bin ich. Als ich sieben war, wurde ich von Bienen gestochen. Meine Augen schwollen zu. Meine Eltern machten ein Bild, das Bild klebten sie in ein Fotoalbum. Als ich es vor drei Jahren durchsah, digitalisierte ich das Bild und publizierte es auf meiner Facebook-Seite.

Heute würden viele Eltern das Bild direkt ins Internet laden – ihren Freunden zeigen, wie lustig ihre Kinder aussehen, wie süss, wie unbeholfen. Einige tun es direkt aus dem Kreißsaal und dann sehr regelmäßig, z.B. auf einem speziellen Blog – andere sehr zurückhaltend oder fast nie. Und doch gibt es auch von diesen Kindern viele Bilder im Netz: Z.B. werden sie von Krankenhäusern wie dem Triemli-Spital in Zürich ins Netz gestellt und auch während Jahren archiviert.

Wo liegt das Problem? Wer fotografiert wird, hat das Recht am eigenen Bild. Es bedeutet, vereinfacht gesagt, dass fotografierte Personen bestimmen dürfen, wie und ob ihr Bild veröffentlich…

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O2dyssee

Liebe Leserinnen und Leser, es tut mir Leid. Aber ich erlitt unlängst ein schweres Trauma und mein Psychologe empfahl mir eine Schreibtherapie. Vielleicht werde ich’s ja so los…

o2 Shop in Ulm

Die Tür stand offen, wie es sich für einen kundefreundlchen Verkausraum gehört, und so konnte ich ungehindert in den O2-Shop eintreten. Ich war frohen Mutes: Hier, in der Kathedrale der technischen Hilfeleistung würde man sich meiner Probleme gewiss schnell annehmen und so meiner Mutter – die mich gesandt hatte – verhelfen, mittels ihre unlängst erworbenen »Smartphones« die Vorzüge von TCP/IP auch mittels eines rundum mobiles Devices an praktisch jedem Ort im Lande zu genießen, nur noch gehindert durch Mängel in der Netzabdeckung, keinesfalls aber, und das war gerade die Absicht hinter meinem Besuch bei diesem Hochamt der Technologie, durch fiese »Ihr Netzzugang ist nicht konfiguriert, richten Sie ihre mobile Datenverbindung ein!« Warnmeldungen des Betriebssystems, das der koreanische Hersteller ihres Vertrauens auf dem High-Tech-Klötzchen mit Verzweiflungspotential vorinstalliert hatte. Weiterlesen

Politische Lösungen für eine sichere Zukunft der Kommunikation

Ein Artikel von L. Neumann, ursprünglich geschrieben für die Heinrich-Böll-Stiftung.

Mit der Massenüberwachung durch Geheimdienste und das Bekanntwerden immer neuer, schwerwiegender IT-Sicherheitslücken, steigt der Druck auf die Bundesregierung wirksame Schutzmaßnahmen für sichere Kommunikation und Nutzung von Computern von Bürger/innen und Wirtschaft zu ergreifen.

I f%*king hate networking.

I f%*king hate networking – By donsolo, https://secure.flickr.com/photos/donsolo/; Lizenz: CC BY-NC-SA

Dazu ist nötig zu verstehen, wie Sicherheitslücken zustande kommen und wie sie verhindert werden können. Aus diesem Verständnis heraus können die notwendigen politischen Weichenstellungen folgen, die weiter unten vorgestellt werden.

Wie entstehen Sicherheitslücken und welche Typen gibt es?

Der einfache Bug

Die große Mehrheit von Sicherheitslücken in heutigen Software- und Kommunikationssystemen entsteht durch simple Programmierfehler (Bugs). Die komplexe Logik der Programme bildet sich in Millionen von Zeilen Programmcode ab, die von großen Teams geschrieben werden. Sie alle zu lesen und ihre gegenseitigen Abhängigkeiten und Referenzierungen vollständig zu durchdringen, ist Einzelpersonen kaum möglich. Einzelne Programmteile (Routinen) der Software verlassen sich auf das korrekte Funktionieren anderer, bestimmte Vorbedingungen werden angenommen, aber an anderer Stelle nicht sichergestellt. So entstehen Bedingungen, die ein Angreifer durch vom Programm unerwartetes Verhalten auslösen, und so seine Integrität unterwandern kann. Häufig ist der notwendige “Fix”, also die Reparatur des Programms, nur das Löschen oder Hinzufügen einer einzelnen Zeile, wie der inzwischen berühmt gewordenen Zeile “goto fail;” in Apples Implementierung der SSL-Verschlüsselung, die das gesamte Sicherheitsmodell in sich zusammenbrechen ließ.

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[sz.de] Ecclestone, Baby, Autsch

Liebe Süddeutsche,

Vielen Dank für euren schönen RSS-Feed. Vielen Dank auch dafür, dass ihr über den Prozess gegen Bernie Ecclestone berichtet und danke auch, dass ihr die rührende Geschichte mit dem Thailändischen Baby mit Down-Syndrom aufgreift. Aber vielleicht wollt ihr euch in dieser schnelllebigen Zeit doch auch mal zurücklehnen und in aller Ruhe schauen, wie euer System so Bilder und Texte verknüpft. Danke.

Ecclestone_Baby

Smartmülleimer

Einen kurzen Vorgeschmack auf das, was uns blüht, wenn erst einmal die Roboter unseren Haushalt übernehme zeigt das folgende Video:

Zwei smarte Mülleimer, ausgestattet mit Sensoren, sodass sie sich öffnen, wenn sich ihnen jemand nähert, stehen sich gegenüber. Leider sind sie nun auch wieder nicht so smart, dass sie erkennen, ob ein Mensch mit der Hand oder ein anderer Mülleimer mit dem Deckel wedelt. Die ganze Tragik dieses kleinen Films kommt zum Vorschein, wenn sich die beiden Zukunfts-Mülleimer in einer ewigen Schleife der Unendlichkeit hingeben.