Der Untergang der Supermacht USA?

Meinst du das ernst? Nicht, dass die – zum Großteil hausgemachten – Probleme der US-Wirtschaft nicht wirklich beängstigend wären, aber gleich einen Untergang der westlichen Zivilisation heraufzubeschwören, halte ich für zu alarmistisch. Sicher, China, Indien und die anderen aufstrebenden Staaten glänzen mit Wachstumsraten von sieben Prozent und mehr. Zweierlei sollte man aber nicht außer Acht lassen:

Erst einmal hängt das wirtschaftliche Wohlergehen der Schwellenländer vor allem vom Export ab – und würde hart getroffen, falls die USA (oder ein anderes, bedeutendes Land) in eine Depression rutschte. Weil China und Co. außerdem seit Jahren einen Außenhandelsüberschuss erzielen, sitzen sie auf riesigen Bargeldvorräten in fremder Währung (China hat über drei Billionen Dollar ‚ausländisches‘ Geld angehäuft). Sollte eine dieser Währungen abstürzen, wäre das auch ein schwerer Schlag ins Kontor der anderen Staaten. Sie werden deshalb alles in ihrer Macht stehende tun, um einen Kollaps der USA (oder Großbritanniens oder Deutschlands) zu verhindern – und selbst, falls nicht, könnten die Folgen für die aufstrebenden Staaten so enorm sein, dass eine Verschiebung der geopolitischen Machtverhältnisse nicht zu befürchten wäre.

Zweitens, und das meine ich ganz unemotional, hat „der Westen“ ein überlegenes Gesellschaftsmodell. Die meisten Schwellenländer sind von einem entwickelten Gesellschaftssystem, das den Bürgern Sicherheit vermittelt (sowohl sozial, als auch z.B. gegen Behördenwillkür), das Innovationen fördert (freie Forschung) und schützt (Patent- und Urheberrechte, Bekämpfung von Produktpiraterie) und das Investoren langfristig die Sicherheit gibt, dass es eben nicht zu Revolutionen, staatlichen Willkürakten und banden-mäßiger Kriminalität kommen wird. Solange China eine menschenverachtende Diktatur ist, brauchen wir einen Untergang der Supermacht USA und eine weltpolitische Hegemonie außerhalb der westlichen Staaten nicht zu fürchten.
Das ist zumindest meine Meinung. Wer das anders sieht, möge hier kommentieren.

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Fiscal Cliff: Springen die USA über die Klippe? Werden Konjunkturprogramme und Steuererleichterungen in den USA nicht verlängert, droht der größten Volkswirtschaft der Welt eine „Blitz-Rezession“. – Die USA sind deutlich höher verschuldet als die Eurozone, sowohl absolut als auch in Prozent des Bruttoinlandproduktes.

Ben Bernanke ist schon ein sehr wichtiger Mann im Weltwirtschaftsgeschehen. Nicht nur, dass er das Zeitalter der vollkommen hemmungslosen Notenbanken eingeleitet hat, er zeichnet auch für einige Wortschöpfungen verantwortlich. Sein erworbener Spitzname Helicopter-Ben ist längst Legende.

Aber auch im fachlichen Bereich hat er einen Begriff kreiert, der mittlerweile von den Wirtschaftswissenschaftlern adaptiert wurde. Dabei geht es um das „fiscal cliff“ oder auf gut deutsch: Die Fiskalklippe. Gemeint ist damit der mögliche Absturz (von der Klippe) der kommen kann, wenn fiskalische Programme auslaufen. So wie es Ende des aktuellen Jahres in den USA passieren wird.

Dann laufen jenseits des Atlantiks einige Steuererleichterungsprogramme und Konjunkturprogramme automatisch aus. Experten rechnen…

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