Oracle gekentert, Luna Rossa schwimmt

America's Cup IconFür alle, die sich (unverständlicherweise) nicht für den America’s Cup interessieren: Zwei Meldungen.

 

1) Team Oracle USA hat gezeigt, wie man als haushoher Favorit in 10 Sekunden 50 Millionen Dollar versenken kann.

Sollte das Boot nicht wieder aufgebaut werden können, wird’s für die Amerikaner wohl schwierig, bis zum Rennen in Venedig (April) ihren Vorsprung zu behalten. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet Oracle sein Team in einer solchen Situation sitzen lässt.
2) Gute Nachrichten aus Europa/Neuseeland. Der AC72-Renner vom Team Luna Rossa ist getauft worden und beginnt jetzt, zusammen mit dem Team NZ eine gemeinsame Trainingsphase – gegen den erbitterten Widerstand der anderen Teams, allen voran Artemis, die das für einen Regelverstoß halten.

Wenn man sich die technischen Probleme von Artemis, Luna Rossa und Oracle so anschaut, stellt sich mir aber doch die Frage, ob es die hochgezüchteten AC72-Katamarane nicht doch zu weit treiben mit dem Versuch, das Maximum aus dem Konzept „Segelboot“ herauszuholen. Hoffen wir mal, dass wir nicht bis zum kommenden Herbst noch mehr so dramatischer Unfälle sehen werden – und dass in den Regatten nichts schlimmeres passiert.

2 Gedanken zu “Oracle gekentert, Luna Rossa schwimmt

  1. Was hat das Kentern der AC72 in SF mit ORs Vorsprung zur Veranstaltung in Venedig (AC45) zu tun?

  2. Ups, das war blöd geschrieben. Sorry.
    Das Boot wird erst für San Francisco benötigt – aber die Kampagne von OR erhält durch die Kenterung einen ordentlichen Rückschlag: Bis Januar oder so werden sie nicht mehr mit den AC72 trainieren können. Das hat aber natürlich keinen direkten Einfluss auf die ACWS (in Venedig). Mir ist das beim Schreiben etwas verrutscht.
    Hoffen wir mal, dass solche Ereignisse nicht die Attraktivität der Veranstaltung bei den Sponsoren zu sehr senkt. Acht Teams sind ja nicht so die Masse…

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