Jawoll! Morgen Mittag geht’s nach Stadtkyll. In die Einsamkeit der Eifel. Ohne Rasierer.

sonderbayer

Ich bin ein Mann des 21. Jahrhunderts. Ich kann kochen und bügeln, Rasen mähen und Bäume fällen, ich kann digitale Receiver und Router installieren, ich kann Reifen wechseln und Wäsche waschen. Ich kann alle Titel, Aufstiege und Abstiege meines Fußballvereins aufsagen, während ich mein Bett beziehe. Ich habe schon über Brüste und Frauen geschrieben; nun geht es um weiße, rasierte, gänzlich unerotische Männertitten.

Wir sind die erste Generation von Männern ohne großen Antrieb. Wir werden vermutlich in keinen Krieg ziehen müssen, wir müssen keinen Drachen erlegen, noch nicht mal eine verdammte Prinzessin befreien – auch das machen die starken Frauen schon selber. Wir treiben unmotiviert durch einen Haufen melancholischer Musik, trinken zu viel und träumen von der Freiheit. Wir leben in schwedisch eingerichteten Singlewohnungen und onanieren zu viel auf zu harte Pornos.

Früher fuhren Männer zur See und brandschatzten, eroberten den Wilden Westen und brannten Whiskey, überquerten mit Elefanten die…

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