Geld oder Liebe?

Solange in Deutschland Menschen nicht heiraten dürfen, die sich lieben – und solange das als gesellschaftlich richtig angesehen wird, solange leben wir im Mittelalter.

Ich kann all die nicht verstehen, die wieder einmal gegen die Homoehe argumentieren: Diese Menschen wollen doch nur die gleiche Möglichkeit von Ewigkeit und Zusammenhalt, den so viele andere haben – und den manch einer gar nicht will. Wo ist hier eigentlich das Problem?

Einen wirklich klugen Beitrag zu dem Thema (damals Proposition8) hat einmal Keith Olbermann gebracht:



Tapfer im Nirgendwo

… wenn sie etwas gegen homosexuelle Ehen haben, dann heiraten Sie doch einfach keine Homosexuelle!

Morgen beginnt der Parteitag der CDU in Hannover. Die Gleichstellung der Homo-Ehe im Steuerrecht gilt in den Medien dabei als größter Streitpunkt des Parteitags. Und das ist auch gut so, denn in dieser Angelegenheit geht es um etwas sehr menschliches, etwas, das jeder Mensch kennt und versteht: Liebe.

Die CDU wird entscheiden müssen, wie sie zu zwei Menschen steht, die sich lieben und Verantwortung füreinander übernehmen wollen. Wird die CDU diese Liebe und Verantwortung in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen oder wird der CDU Pimmel und Fotze wichtiger sein?

Bitte entschuldigen Sie den Gebrauch der obzönen Sprache, aber obzön ist es, was Sie mit ihrem angekündigten und empfohlenen Nein zur Gleichstellung der Homo-Ehe im Steuerrecht insinuieren:

Ich persönlich möchte die steuerliche Privilegierung der Ehe beim Splitting-Tarif erhalten, weil unser Grundgesetz die Ehe in unmittelbarem…

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