Arktis-Ambitionen von Shell auf Grund gelaufen

„Die Ölfirmen beteuern immer wieder, sie könnten die Arktis beherrschen, aber die Arktis widerspricht laufend.“

So passend beschrieb der US-Abgeordnete Ed Markey das Dilemma, vor dem der Naturschutz immer wieder steht. Die Hardcore-Umweltschützer, die jede Ölförderung – egal ob in der Arktis, im Ölsand oder -Schiefer – verbieten wollen, haben keine Antwort auf die Frage, wie wir in zehn Jahren bezahlbare Energie für Autos und Flugzeuge bereitstellen wollen. Aber die „Gegenseite“ macht sich selbst unmöglich, indem sie ihre Technik nicht unter Kontrolle hat – wie jetzt bei der Kulluk.

Die Bohrplattform Kulluk von Shell

Das tragische aus meiner Sicht: Wenn jemand sich sicher wäre, die ökologischen Risiken wirksam ausgeschaltet zu haben, hätte ich keine Einwände gegen eine Ausbeutung der Ölreserven, die unsere Erde uns noch zur Verfügung stellt. Ich kann mir auch vorstellen, dass man die Risiken technisch in den Griff bekommen kann, und ich bin mit der Meinung sicher nicht allein. Halliburton (Deepwater Horizon) und jetzt Shell tun aber alles, um sich unglaubwürdig zu machen. Wie soll man da guten Gewissens irgend eine Ölförderung befürworten?

In der Nähe meines Heimatortes soll jetzt Fracking erprobt werden. Natürlich beteuert der Betreiber (in dem Fall ExxonMobile), dass das sicher ist. Und wenn, warum sollte man dagegen sein? Aber wer mag mir garantieren, dass der Konzern uns nicht über’s Ohr haut?

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